Ergebnisse und Berichte von der Trans Thüringia 2015

Aktuelle Ergebnissliste als PDF

7. und letzter Lauf vom Biwaklager ins Ziel

Nach einer imposanten Nacht verbracht bei idealen Bedingungen unter einem klaren „Sternenzelt“ und trockenen -5 Grad Celsius starten die Schlittenhundegespanne mit ihren MusherInnen ab 9 Uhr  in ungefähren 1 minütigen Startintervall direkt aus dem Biwaklager oben an der Turmbaude heraus.

Alle Teilnehmer der drei Wettkampfklassen sowie die vier TourensportlerInnen und der Pulkafahrer führte die Strecke nach ca 1,5 km direkt an dem Masserberger Stadion vorbei. Viele Zuschauer nutzten die frühe Morgenstunde um sich dieses besondere Event nicht entgehen zu lassen und verfolgten sehr interessiert die vorbeifahrenden Gespanne. Den Hunden und den Menschen waren oftmals die besondere Herausforderung der Übernachtung  im Freien sowie die Anstrengungen der vergangenen 6 Läufe noch in den Gesichtern abzulesen. Einige Teams von Mensch und Hunden jedoch sprühten förmlich vor Motivation wie sie bei auch heute wieder strahlendem Sonnenschein auf die immer noch perfekt präparierte 43 km lange Strecke gingen.

Als alle Teams erfolgreich das Biwak verlassen hatten, wurden ab 10:04 Uhr die im Fahrerlager verbliebenen Tourenfahrer im 2-Minuten-Abstand im  Stadion unter den Augen vieler hunderter Zuschauer gestartet. Bei Kaiserwetter lauschten stundenlang interessierte Besucher den Erläuterungen zu Hunderassen, Schlittenhundesport und Besonderheiten der Trans Thüringia. 

Ab 11.39 Uhr fuhren dann die ersten Siegerteams in das Ziel hinein. Als erste erschien Caroline Bidell aus Deutschland, die ihre erste Trans Thüringia erfolgreich mit dem Siegerplatz und einer Gesamtzeit über 265 km von 15:32:41 in der Kategorie Limitiert 5-7 Hunden krönte. Spannend wurde es in dieser Klasse bei der Vergabe um den 2. Platz. Die zweitschnellste Zeit lief hier die Schweizerin Janine Matsch-Eichmann und belegte am Ende mit einem knappen Rückstand i n der Gesamtzeit über 6 Minuten und 1 Sekunde auch im Gesamtklassement den 2. Platz. Mit einer Gesamtzeit von 15:45:33 belegte der  Landsmann Edi Lussmann den 3. Platz.

Wie erwartet verteidigte der 26 jährige Thüringer Mathias Klatt erfolgreich in einer Gesamtzeit von 15:41:10 seinen 1. Platz vor dem ebenfalls zum ersten Mal teilnehmenden Franzosen David Passy und der drittplatzierte Ines Wasle aus Österreich. Alle nahmen in der Kategorie Limitiert 3-4 Hunde mit Siberian Huskies teil.

Als wiederum Gesamttagesschnellster in 2:29:14 mit vom Biwakieren voll bepackten Schlitten wurde Rainer Galm aus Würzburg- Estenfeld mit seinem Siberian-Husky-Team in der Kategorie Limitiert Offen 8-12 Hunden. Er fuhr in einer Gesamtzeit von 14:04:40 vom ersten bis zum letzten Lauf auf dem 1. Rang. Beeindruckend auch die Leistung von Rüdiger Rink, der an allen 16 Trans Thüringia teilnahm und eine derart gute Leistung – Gesamtzeit von 14.32:06 - noch auf keiner vorher  mit seinen Schlittenhunde erreichen konnte. Ein 2. Platz war seine Belohnung.  Den 3. Platz belegte Frank Daams aus den Niederlanden.

Um 17 Uhr erfolgte dann die Ehrung der Sieger standesgemäß auf dem Podest im Stadium durch die Rennleitung der Trans Thüringia sowie den Bürgermeister der Gemeinde Masserberg Friedel Hablitzel. Im Anschluss fand um 19 Uhr die Abschlussfeier aller Teilnehmer und Helfer im Restaurant „Auerhahn“ in Masserberg statt. Hier wurden weitere Urkunden und Ehrungen vergeben

Abschließend bleibt nur sagen: es war eine würdige 20-jährige Jubiläumsveranstaltung mit Kaiserwetter, Schnee satt, Sonne und Kälte und idealen Trails. Das Wichtigste jedoch war und ist die exzellente Unterstützung der Gemeinde Masserberg in Vertretung seiner Einwohner und ehrenamtlichen Helfer. Als Stellvertreter sei  hierbei der uns seit Beginn an mit Rat und Tat wohlwollend  begleitende und alle Art von Barrieren im Vorfeld aus dem Weg räumende ehemalige Pistenraupenfahrer Christian Ernst nebst seiner zahlreichen HelferInnen vom SV Rennsteig Masserberg genannt.

6. und somit vorletzter Lauf ins Biwaklager

Die vergangene Nacht war erneut mit minus 7 Grad ausreichend kalt gewesen. Ab kurz nach 9 Uhr erstrahlte der Himmel in königsblau und die Sonne schien strahlend auf die ab 11 Uhr startenden Tourengespanne.

Wie bei jedem Lauf der 16. Trans Thüringia konnten die Tourenfahrer zwischen unterschiedlichen Streckenlängen wählen. Weiterhin haben sie die Möglichkeit gehabt zu den Wettkampfteilnehmer in das für diese verpflichtende Biwaklager auf dem Hubschrauberlandeplatz an der Turmbaude zu fahren.  Fünf von ihnen haben dieses gerne angenommen und alle notwendigen Ausrüstungsgegenstände in den Schlitten gepackt.

Um 12 Uhr wurde die Wettkampfklasse gestartet und sie begann gleich mit einer überraschenden Mitteilung. Leider war der Erstplatzierte in der Kategorie Limitiert 3-4 Hunden nach 5 Läufen der Königsseeer Nino Neubauer so stark erkrankt, dass er seinen Start absagen musste. Sein zweitplatzierter Freund Mathias Klatt war sehr enttäuscht und sagte spontan „So wollte ich nicht gewinnen“.  Seine 4 Siberian Huskies mussten heute wie alle nachfolgenden Gespanne mit bedeutend mehr Gewicht im Schlitten auf den 43 km langen Trail gehen. Der Gerstunger fuhr in einer Zeit von 2:25.06 nunmehr auf den 1.Platz vor. Durch Ninos Erkrankungen verschoben sich alle Teams um einen Rang nach vorne. 2. wurde David Passey aus Frankreich vor Ines Wasle aus Österreich.

Die Wettkampfklasse Limitiert 5-7 Hunde startete mit der mit 20 Strafminuten nunmehr auf Rang  2 nach 5 Läufen liegende Caroline Bidell aus Deutschland. Sie lief heute nur die fünfschnellste Zeit. Hierdurch schmolz ihr bis dahin komfortabler Vorsprung auf nunmehr 28 Sekunden in der Gesamtzeit zum nachfolgenden Schweizer Musher Edi Lussmann zusammen. Zeitschnellste in dieser Kategorie wurde mit 2:17:12 die ebenfalls für die Schweiz startende Janine Matsch- Eichmann. Sie liegt vor dem letzten 7. Lauf mit einem Rückstand von 4 Minuten und 49 Sekunden auf Rang 3.

Auch heute am Freitag den 13. fuhr der Würzburger Rainer Galm die Tagesbestzeit mit 2:09:50 und blieb unangefochten weiterhin der Erstplatzierte in seiner Kategorie Limitiert Offen 8-12 Hunde. Bei den Musher auf den folgenden Rängen änderte sich auch in dieser Klasse nichts.  Den 2. Platz belegte mit 2:14:18 der in Schwaförden bei Sulingen wohnende Rüdiger Rink. Als Drittplatzierter erreichte Joachim Köring aus Ihlow das Biwaklager in einer Zeit von 2:34:28.

Das herrliche Winterwetter nutzten mehrere hundert Besucher um sich auch das idyllisch gelegene Biwaklager mit den dort eingetroffenen MusherInnen anzuschauen. Eine beeindruckende und überwältigende Atmosphäre die Hunde auf Strohlagern vor Schnee behagenden Fichten zufrieden liegen zu sehen. Es war ein reales Eintauchen in eine Atmosphäre, die mehr als einen Hauch von Alaska verhieß. 

Die allzeit hilfreichen Masserberger versorgten die zweibeinigen Aktiven mit leckerem Essen und Getränken. Am Lagerfeuer werden noch bis weit in die Nacht hinein Erfahrungen und  Geschichten ausgetauscht bis es am Samstag für alle Biwakierenden ab 9 Uhr wieder heißt auf den 43km langen Trail zum 7. und letzten Lauf der 16. Trans Thüringia aufzubrechen.

5. Lauf in Masserberg – Donnerstag 12. Februar 2015

Eine Winter-Wonder-Land-Kulisse begrüßte die aktiven Teilnehmer und Helfer am Donnerstagmorgen in Masserberg.  Die Nacht war mit minus 8 Grad sehr kalt und Sternen klar gewesen. Der Trail war dadurch optimal präpariert und so schnell wie auf keiner Trans Thüringia zuvor.

Weit über 300 Zuschauer kamen bei  strahlend blauem Himmel und Sonnenschein ins windgeschützte Stadion. 

Ab 11 Uhr gingen wieder um die Tourensportler zuerst auf die Strecke. Sie hatten heute die Wahl zwischen einen 18km, 27 km und 43 km langen Trail. Nur ein Musher nahm die kürzeste Streckenlänge. Dieses bedauert er jedoch, als er bemerkte wie motiviert seine Hunde heute liefen.

Die Anzahl der Wettkampfteilnehmer dezimierte sich in der Kategorie Limitiert 5-7 Hunde am stärksten. Dort gingen von anfangs 16 Musher heute nur noch 9 ins Rennen.

Erwartungsgemäß blieb die Reihenfolge der Platzierungen in der Kategorie Limitiert 3-4 Hunde gleich. 1. Platz nach 5 Läufen belegte Nino Neunbauer. Den 2. Platz verteidigte Mathias Klatt und fuhr am heutigen Tag mit 2:15:42 genau 1 Minute und 18 Sekunden schneller als sein erstplatzierter Freund Nino, somit die schnellste Zeit in dieser Kategorie. Dritter wie die Tage zuvor war der Franzose David Passy.

Die Wettkampfklasse Limitiert 5-7 Hunde war wieder ein Garant für Spannung. Die Wertung des Laufes der bis heute Erstplatzierten Caroline Bidell wird noch durch das Rennkommitee geklärt und das Ergebnis stand bis Redaktionsschluss noch nicht fest. Der zeitschnellste war wie am ersten Tag der Schweizer Edi Lussmann mit 2:11:31 und platzierte sich vor seiner Landsfrau Janine Matsch-Eichmann, die leider Probleme mit einem Hund hatte und heute mit ihrem Siberian-Husky-Team nur die viertbeste Zeit erlangte.  Zweitschnellster in der  Kategorie wurde Michael Oeser mit 2:21:18 und fuhr auf den dritten Platz vor.

In der Limitiert Offen Kategorie fuhr Rainer Galm mit seinen 8-er Siberian Husky Team wieder Tagesbestzeit mit 2:09:02. Er führt unangefochten dieser Klasse vor Rüdiger Rink mit 12 Hunden und einer Zeit von 2:15:17 an.  Auf den dritten Platz verblieb Joachim Köring. 

Morgen werden die Gespanne wieder ab 11 Uhr auf die 43 Km lange Strecke gesandt werden. Als Besonderheit der Trans Thüringia werden die WettkampfsportlerINNEN im Schlitten beladen mit allen Notwendigkeiten, die eine Übernachtung im Biwaklager möglich machen , auf die Strecke gehen. An der Turmbaude werden sie  biwakieren, also die Nacht im Zelt unter freiem Himmel bei ihren Hunden verbringen.

5. Tag – Tag des Umsetzens

Ab 11 Uhr zog die Karawane der Musher, Doghandler, Schlittenhunden und Equipment weiter zum nächsten Austragungsort Masserberg.

In 5er Gruppen wurde diszipliniert bei strahlendem Sonnenschein zum Stake-Out- Platz umgesetzt. Um 14 Uhr waren auch die letzten Teilnehmer wohl behalten in Masserberg eingetroffen.

Im Stadion Vorort wurden mittels vieler tatkräftiger DSLT-Helfer der Start- und Zielbereich für den morgigen Lauf vorbereitet.

Die kommenden Tage wird es gemäß Einheimischer nachts frieren und tagsüber die Sonne scheinen. Christian Ernst ehemaliger Pistenraupenfahrer, der seit der ersten Trans Thüringia vor 20 Jahren diese früher tatkräftig nunmehr mit Rat unterstützt, ist der Trail optimal vorbereitet und wird auch so bis Samstag Bestand haben.

Alle Betten im Ort sind ausgebucht und viele Touristen warten gespannt auf den Start des 5. Laufes morgen ab 11 Uhr im Sportstadion.

4. Lauf – Dienstag 10. Februar 2015

Nach einer Nacht mit gefrierenden Nieselregen beruhigte sich das Wetter rechtzeitig zum Start wieder. Auch die Sonne schimmerte durch die Wolken und ein fast im Vergleich zu den Tagen vorher warmer Wind kam auf. Der Trail war hierdurch bedeutend schwerer geworden was sich jedoch bei manchem Wettkampfteilnehmer kaum in langsameren Laufzeiten widerspiegelte.

Wie schon von Beginn der Trans Thüringia an ging als erster  der französische Pulkafahrer auf den 34 km langen Trail. Im Anschluss folgten mehrere Tourenfahrer, die im 2-Minutentakt gestartet wurden. Viele Zuschauer fanden heute den Weg bei für sie recht  angenehmen Temperaturen in den Start- und Zielbereich. Stundenlang lauschten sie interessiert den Erläuterungen zum Sport und zu den unterschiedlichen Schlittenhunderassen.

In der Rennklasse „Limitiert 3-4 Hunde“ schaffte es der 26 jährige Gerstunger  Mathias Klatt trotz eines beeindruckenden sportlichen Einsatz im Zieleinlauf nicht den ersten Platz seines Sportskollegen und Freundes Nino Neubauer zu gefährden und belegte weiterhin den 2. Rang. Nino sicherte sich auch weiterhin mit einer beständigen Zeit von 01:57:39 und einen Gesamtvorsprung von fast 28 Minuten die Führung. Dritter wurde wie die Tage vorher der Franzose David Passy, der heute mit seinen 4 Siberian Huskies seine beste Streckenzeit präsentierte.

Der Einlauf der mit Spannung erwarteten Gespanne der Kategorie „Limitiert 5-7 Hunde“ gestalte sich wie folgt: Mit der besten Zeit ihrer 4 absolvierten Läufe und gleichzeitig auch ihrer Klasse belegte wiederum Caroline Bidell vom MLA mit 01:56:26 den 1. Platz. Auch Janine Matsch –Eichmann aus der Schweiz fuhr ihre Bestzeit an den drei Neustadt-Tagen mit nur 1 Minute und 1 Sekunde langsamer und verteidigte damit ihren 2. Platz. In der Gesamtzeit trennen sie jetzt rund 8 Minuten vom 1. Den 3. Platz sicherte sich der Landsmann von Janine Edi Lussmann, der mit einer Laufzeit von 01:59:14 wieder an seine sehr gute Zeit vom ersten TT-Lauf anknüpfen konnte. Michael Oeser aus Blankenstein kämpfte sich mit der drittbesten Laufzeit vom vierten auf den 3. Platz vor. Leider mussten nunmehr  gesamt drei Teilnehmer dieser Klasse: Lothar Kalasch schon am Tage zuvor, Carmen Amstätter sowie Wilfried Umbach wegen defekter Schlitten oder kranker Hunde in die Tourenklasse ummelden. Rolf Ewald mit seinem Grönlandhundeteam und somit als einziger Musher mit einem nicht Siberian Husky Team konnte seine Laufleistung steigern und fuhr seine Bestzeit dieser Trans Thüringia mit 02:49:03.

Wie schon die Tage zuvor bestätigte Rainer Galm mit seinem 10er Siberian-Team seine Top-Leistung und fuhr wiederum mit einer Tagesbestzeit aller Teams von 01:50:52 ins Ziel. Auch Rüdiger Rink überraschte mit der zweitbesten Laufzeit aller Teams von 01:50:55 und untermauerte hierdurch seinen Position als Mitbewerber auf einen der vorderen Plätze. In der Gesamtzeit trennen ihn nun noch 8 Min und 42 Sekunden von  Rainer Galm.  Den 3.Platz sicherte sich auch heute wieder Joachim Köring.

Morgen Mittwoch beginnt ab 11 Uhr die Umsetzung aller Hunde und Fahrzeuge eingeteilt in 5er Gruppen nach Masserberg. Hierdurch ist eine optimale Anreise und Belegung des dortigen Stake-Out-Platzes gesichert, ohne dass es dort zu einer Behinderung des Ortsverkehrs kommen wird.  

Der Mittwoch dient klassischerweise des Ankommens, des Einrichtens und der Erholung der Schlittenhunde bis es am Donnerstag um 11 Uhr im Masserberger Sportstadion wieder heißt:

5-4-3-2-1- and a GO!

2. und 3. Lauf – Montag 9. Feb. 2015

Der Tag begann wettertechnisch wie der vorherige geendet hatte grau, nasskalt und windig. Auch wenn die Nacht kalt und sternenklar begann, ging der einsetzende Schnefall im Laufe des Morgens in Schneeregen über. Die Bedingungen für Mensch und Schlittenhund auf dem Trail waren sehr gut.

Um 9 Uhr gingen als erstes die Tourengespanne auf die 34 km lange Strecke. Kurz vor 10 Uhr starteten danach die Wertungsklassen.

In der „Limitiert 3-4 Hundeklasse“ verteidigte Nino Neubauer erwartungsgemäß seinen 1. Platz. Seine Laufzeit verringerte er um 46 Sekunden, so dass er seinen Vorsprung zu seinem Freund Mathias Klatt auf gesamt 9 Minuten und 45 Sekunden ausbauen konnte. Den dritten Platz hielt auch nach 2. Läufen der Franzose David Passy.

Da sich schon am Vortage in der Kategorie „Limitiert 5 bis 7 Hunde“ eine Spannung durch die nur mit Sekundenabstand voneinander getrennten hereingekommenden Musher abzeichnete, verwunderte es nicht, dass sich die Platzierungen änderten. Den 1. Platz verteidigte Edi Lussmann aus der Schweiz. Jedoch hatte er in der Gesamtzeit nur noch einen kleinen Vorsprung von 21 Sekunden halten können. Denn die Zeitschnellste im 2. Lauf in dieser Kategorie wurde mit einer Laufzeit von 1:57:24 Caroline Bidell. Sie rückte damit vom 3. auf dem 2. Platz vor Michael Oeser auf.

Die Reihenfolge in der Kategorie „Limitiert Offen“ blieb wie nach dem ersten Lauf gleich. 1. Wurde mit der wiederum besten Laufzeit Rainer Galm, gefolgt von Rüdiger Rink – dessen Hunde durch das dreiwöchige Trainingslager in Haidtmühle auf einem sehr guten Leistungsstand - auf dem 2. Platz und Joachim Köring verteidigte mit fast gleicher Laufzeit den 3. Platz.

Nach kurzer Mittagszeit ging es für die Gespanne erneut auf den 34 km langen Trail. Bei eisigem Wind verfolgten um 16 Uhr für diesen Wochentag viele Interessierte den Start des Laufes in den Abend. Einige Tourenfahrer verzichteten auf die Möglichkeit die Strecke noch einmal an diesem Tage abzufahren. Die Schlittenhunde jedoch, die an den Start gingen, waren mit zum Teil nicht zu überhörender Begeisterung dabei. Der „desire to go“ war förmlich akustisch greifbar. Spannend waren diese Läufe nicht nur in Hinsicht der teilweise zeitlich recht eng bei einander liegenden Teams, sondern auch aufgrund der äußeren Bedingungen. Die grau verhangene Dämmerung und die schnell einsetzende Dunkelheit verhießen Herausforderungen der besonderen Art für Mensch und Hunde. Wobei letztere den Zweibeinern in der Wahrnehmung deutlich im Vorteil waren.

Nach dem 3. Lauf standen folgende Ergebnisse fest:

Limitiert 3-4 Hunde: der Lokalfavorit Nino Neubauer aus Königsee konnte mit einer Gesamtlaufzeit von 5:44:46 seinen Vorsprung auf nunmehr komfortable 26 Minuten und 49 Sekunden zu seinem Freund Mathias Klatt aus Gerstungen ausbauen. Den 3. Platz verteidigte weiterhin David Passy aus Frankreich mit einer Gesamtlaufzeit von 6.45:49.

Gespannt verfolgten die wenigen Zuschauer in der Dunkelheit die schon weithin sichtbaren Lichtkegel der Stirnlampe der in die Zielgerade einbiegenden Teams.

Wiederum gab es eine Änderung in der Platzierung und wiederum lief eine andere Musherin mit nur 3 Sekunden Vorsprung in 2:06:20 die beste Zeit: die Schweizerin Janine Matsch Eichmann wurde hierdurch mit genau 7 Minuten Rückstand in der Gesamtlaufzeit 2. hinter Caroline Bidell, die mit ihrem 5 Siberian-Husky-Team den 1. Platz belegte. Zurück auf den dritten Platz fiel hierdurch der Schweizer Edi Lussmann.

Bei der Wettkampfklasse „Limitiert Offen“ blieb alles wie in den beiden Läufen zuvor. Wobei der Erstplatzierte Rainer Galm auch im 3. Lauf wieder die beste Laufzeit mit 1:55:27 vorlegte. 2. Wurde Rüdiger Rink mit seinem 12 Siberian Husky Team vor Joachim Köring.

Um kurz vor 20.30 Uhr endete der 2. Tag Wettkampftag der 16. Trans Thüringia, der mit einem besonderen Lob an die permanente, tatkräftige und effektive Einsatzbereitschaft der Neustädter zu beenden ist!

Ein gebrochener Stoßdämpfer des Schneemobils unseres Trail Bosses wurde im Handumdrehen repariert und der gerissene mit Heißluft zu befüllende Zielbogen stand schon am Nachmittag voll einsatzbereit wieder an seinem Standort. Eine Topleistung und eine super Unterstützung von euch!

Auch der letzte Tag in Neustadt am Rennsteig, der mit dem 4. Lauf um 11 Uhr gestartet wird, wird diese gelungene Zusammenarbeit mit dieser Gemeinde sicherlich noch einmal unterstreichen.

1. Lauf am 8. Februar 2015

Standesgemäß startete der Tag mit Schneefall und eisigem Wind. Die Sonne schien gelegentlich durch die Wolken und schuf eine stimmungsvolle Atmosphäre für die schon vor dem Start zahlreich erschienen Zuschauer.

Pünktlich zum Start um 11 Uhr fanden sich weit über 500 Interessierte entlang des Startbereichs ein, um die startenden Gespanne hautnah zu erleben. 52 MusherINNEN (SchliitenhundeführerINNEN) gingen heute in den unterschiedlichen Kategorien an den Start. Begonnen wurde mit den Tourenfahrern, die ohne die Zeitnahme im Rücken, entspannt auf die wahlweise herausfordernden 34 km oder 24 km langen Strecke, den Trail, entlassen wurden.

In der Kategorie "Limitiert 3-4 Hunden" gingen 6 TeilnehmerINNEN an den Start. Schnellster nach dem 1. Lauf war erwartungsgemäß Nino Neubauer aus Königssee in Thüringen mit 1h:46min:45sek und einem Vorsprung von 3 Minuten 25 Sekunden auf den Zweiten Matthias Klatt aus Gerstungen bei Eisenach. Drittschnellster wurde mit einer Zeit von 2h:05min:46sek der Franzose David Passy. Alle drei Teilnehmer hatten 4 Siberians Huskies in der Einspannung.

14 MusherINNEN umfasste die Kategorie "Limitiert 5-7Hunde". Schnellster wurde mit einer Laufzeit von 1h:59min:02sek der Schweizer Edi Lussmann. Mit einem Abstand von 6 Min und 44 Sek folgte die Teilnehmerin Levke Ose Erichsen aus der Schleswig Holstein. Als Drittplatzierte kam Caroline Bidell mit 47 Sekunden mehr ins Ziel. Vom 4. und 5. Platz nur durch wenige Sekunden getrennt. Das birgt noch viel Spannungspotential für die nächsten Tage. Hier waren bis auf das sehenswerte Grönlandhundeteam von Rolf Ewald ausschließlich Siberians Huskies Teams vertreten.

Die "Limitiert Offen 8-12 Hunde" Kategorie zählte 6 Musher mit ihren reinrassigen Siberians Teams. Schnellster auf der sehr anspruchsvollen Strecke wurde Rainer Galm aus Würzburg in der Tagesbestzeit von 1h:46:45. Zweitplatzierte mit einer Laufzeit von 1:50:05 wurde im 1. Lauf Rüdiger Rink aus Schwaförden südlich von Bremen. Als Dritter kam Joachim Köring mit knappen 3 Minuten Rückstand ins Ziel.

Der Wettergott bot an diesem Tage seine gesamte Spannbreite des Winterwetters zum Besten: von Graupel, Schnee, eisigem Wind mit Verwehungen und am Nachmittag stellenweise sonnige Abschnitten. Also für Neustadt hervorragende Bedingungen, die Lust auf die Morgen am Montag stattfindenden zwei Läufe machen. Um 9 Uhr und zum Lauf in den Abend um 16 Uhr gehen die Gespanne zwei Mal auf den 34 km langen Trail. Ein ereignisreiche wartet auf die zwei- und vierbeinigen Aktiven. 

20 Jahre Trans Thüringia!

1995 wurde die Vision einiger begeisterter Schlittenhundeführer wahr. Die Idee ein Langstreckenrennen entlang des Rennsteiges in Thüringen durchzuführen wurde durch das Ehepaar Margit und Walter Tinz, Wolfgang Pfeifer, Michael Beil und dem schon verstorbenen Kurt Sprenger mit viel persönlichem Engagement Realität. Der erste Start der Trans Thüringia erfolgte in Lauscha. Heute 20 Jahre später waren das Ehepaar Tinz, Wolfgang Pfeifer und auch Conni Luther zur großen Freude der Organisatoren Vorort und verleiten der Eröffnungsfeierhierdurch einen ganz besonderen Glanz.

Bei herrlichem Kaiserwetter wurde dann um 17 Uhr die 16. Trans Thüringia in Neustadt am Rennsteig offiziell durch die Landrätin des Landkreises Ilmkreis und Schirmherrin der Veranstaltung Frau Petra Enders eröffnet. Sie sowie der Bürgermeister der Gemeinde Neustadt Dirk Macheleidt wünschten allen zwei- und vierbeinigen Aktiven beste Bedingungen und ein erfolgreiches Gelingen. Die zahlreichen Zuschauer und Zuschauerinnen, die zur Eröffnung gekommen waren, wurden mit einem „Good mush“ auf diese attraktive Veranstaltung eingestimmt. Sie konnten bei einem stimmungsvollen Sonnenuntergang förmlich den „Hauch von Alaska“ erspüren.

Um 19 Uhr trafen sich alle TeilnehmerINNen und die zahlreichen HelferINNEN zum klassischem, leckeren Eröffnungsbuffet. Hier wurden alte Kontakte erneuert, Geschehnisse vergangener Rennen wieder ins Bewusstsein gerufen und aktuelle Neuigkeiten über Mitbewerber und Hunde ausgetauscht. Es war eine herzliche Stimmung in Vorfreude auf den morgigen Tag, an dem um 11 Uhr die ersten Gespanne an den Start gehen.